Patienteninfo

Ihr erster Termin  


Beim ersten Vorstellungstermin möchten wir Sie bitten, vorhandene Röntgenaufnahmen, Überweisung, Allergie-, Röntgen-, Herzpass oder sonstige vorhandene Unterlagen mitzubringen.

Als reine Zuweiserpraxis sind wir stets bemüht, vereinbarte Termine einzuhalten. Es entstehen in aller Regel kaum Wartezeiten. In Ausnahmefällen kann es jedoch durch Notfall- oder Schmerzbehandlungen zu Verzögerungen kommen. Sprechen Sie uns bitte in solchen Fällen rechtzeitig an, falls Sie unter Termindruck geraten sollten.

1. Das Aufklärungsgespräch

Vor jedem chirurgischen Eingriff – ob klein oder groß – werden Sie von uns über das Vorgehen informiert und aufgeklärt.
Dabei haben Sie selbstverständlich Zeit und Gelegenheit, die für Sie bedeutsamen Fragen zu stellen. Wir sind bemüht, Sie Ihnen in verständlicher Weise zu beantworten.
Bitte denken Sie daran, nüchtern zu kommen und eine Begleitperson zu fragen, Sie nach dem Eingriff abzuholen, sollte die Operation in Narkose oder im sog. Dämmerschlaf durchgeführt werden.
Bei lokaler Betäubung ist es vor dem Eingriff nicht notwendig nüchtern zu bleiben, aber essen Sie nach dem Eingriff bitte erst wieder, wenn die Wirkung der örtlichen Betäubung nachgelassen hat.

2. Zusammenarbeit mit ihrem Zahnarzt und Hausarzt

Für alle chirurgischen Eingriffe ist es sehr wichtig, dass wir Ihre eventuell vorhandenen Vorerkrankungen kennen. Daher nehmen wir häufig mit Ihrem Hausarzt oder Zahnarzt Kontakt auf, um zu Ihrer Sicherheit den Eingriff für Sie optimal vorzubereiten.
Als Ärzte richten wir dabei besonderes Augenmerk auf Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems, auf Stoffwechselerkrankungen wie z. B. Diabetes mellitus, auf Störungen der Blutgerinnung und auf infektiöse Erkrankungen, die besondere Infektionsschutzmaßnahmen erforderlich machen können.
Je nach Vorerkrankung können wir den Eingriff jederzeit zusammen mit unseren Anästhesisten durchführen, um unsere Patienten nach modernsten Gesichtspunkten während des Eingriffs zu betreuen.

3. Verfahren zur Schmerzausschaltung

a) Die Lokalanästhesie ist die örtliche Schmerzausschaltung, die im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich als sogenannte Infiltrationsanästhesie direkt im Operationsgebiet und als sogenannte Leitungsanästhesie am Austrittspunkt eines sensiblen Nervenastes vorgenommen werden kann.

In der Regel ist dem Lokalanästhetikum ein gefäßverengender Zusatz (Adrenalin, Epinephrin, Orciprenalin,..) beigefügt, der das Betäubungsmittel länger am Ort hält und eine Blutarmut im Operationsgebiet zur besseren Übersicht ermöglicht.

b) Der sogenannte Dämmerschlaf (intravenöse Sedierung) ist ein Verfahren, das erst dank neuer Sedativa möglich geworden ist. Dabei schläft der Patient so fest, dass er nichts von der Operation mitbekommt. Andererseits muß er nicht beatmet werden; er atmet selbständig.
Daher entsteht auch nicht das typische Rauhigkeitsgefühl im Hals durch den Narkoseschlauch (Tubus) und man kommt wesentlich früher und leichter wieder auf die Beine. Regelmäßig kommt es danach zur einer Erinnerungslücke (retrograde Amnesie) für die Zeit des Eingriffs und die Stunden im Anschluß daran.
Nach einer Ruhezeit von 1 bis 3 Stunden in unserem Aufwachraum können unsere Patienten in Begleitung eines Erwachsenen nach Hause gehen.
Aus Sicherheitsgründen muß man allerdings auch für diese Betäubungsverfahren nüchtern zu dem Eingriff kommen, d.h. mindestens 6 Stunden vorher weder essen noch trinken und auf keinen Fall rauchen!
Selbstverständlich werden Sie dabei von unserem Team betreut und mit Geräten wird Ihre Herz-Kreislauf-Situation permanent überwacht.

c) Die Intubationsnarkose ist die bekannte Vollnarkose, bei der Sie von Anästhesisten beatmet werden. Auch hierfür müssen Sie unbedingt nüchtern kommen, d.h. mindestens 6 Stunden vorher weder essen noch trinken und auf keinen Fall rauchen!

4. Maßnahmen zur Vorbereitung auf eine operative Behandlung

Der Erfolg eines Eingriffs oder einer Operation hängt nicht nur von der Sorgfalt, Ausbildung und Erfahrung des behandelnden Arztes ab, sondern auch von der Mitarbeit des Patienten. Halten Sie sich bitte vor und nach dem Eingriff an die vom Arzt empfohlenen Verhaltensregeln. Damit erhöhen Sie die Erfolgsaussichten für eine gelungene Behandlung.

·  Vor einem operativen Eingriff in lokaler Betäubung können Sie wie gewohnt Ihre Mahlzeiten einnehmen. Sollten Sie zu Kreislaufproblemen und/oder niedrigem Blutdruck neigen, trinken Sie bitte vorher ausreichend. Kaffee, Alkohol und Nikotin sollten Sie allerdings am OP-Tag vermeiden.

· Bei operativen Eingriffen sorgen Sie bitte für eine Begleitperson, die Sie auf dem Weg von der Praxis nach Hause begleitet. Ihr Reaktionsvermögen kann eingeschränkt sein, so dass eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr für den Rest des Tages nicht möglich ist. Bei Behandlungen unter Vollnarkose oder Sedierung sollten Sie für die folgenden 24 Std. unter Betreuung stehen.

· Wenn möglich, sollten Sie vor einem operativen Eingriff, nach Absprache mit Ihrem Hausarzt bzw. behandelnden Internisten, auf die Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten verzichten. Dazu zählen zum Beispiel: Marcumar, Ticlopidin, Plavix, Dolomo, ASS, Aspirin, Godamed, Iscover, Clopidogrel, etc.. In diesem Fall sprechen Sie uns bitte auf diese Medikamente an, damit ggf. entsprechende Vorkehrungen getroffen werden können.

· Feucht-kalte Umschläge können nach dem Eingriff auftretende Schwellungen reduzieren. Legen Sie am besten vorher schon 1-2 Kühlgelpacks (in der Drogerie erhältlich) in den Kühlschrank.· Bitte benutzen Sie keine großen Kühlakkus aus dem Tiefkühlfach (Gefahr der Gewebeerfrierung)!

· Schmerzmedikamente wie z.B. Ibuprofen rezeptieren wir Ihnen auf einem Privatrezept. Wir verordnen lediglich den Wirkstoff damit Sie in der Apotheke das günstigste Präparat (unter 3 Euro!) erwerben können.·

· Bitte beachten Sie, dass körperliche Anstrengung für eine Woche nach operativen Eingriffen vermieden werden sollte, um nicht die Wundheilung zu beeinträchtigen oder eine Nachblutung zu provozieren.

· Sollten für einen Eingriff Eigenkosten für Sie anfallen bringen Sie bitte den genannten Betrag in bar zu Ihrem Termin mit. Eine Zahlung mit EC- Karte ist bei uns z. Zt. noch nicht möglich.

· Sollte mal „etwas dazwischen kommen“, so dass Sie sich verspäten oder den Termin nicht wahrnehmen können, informieren Sie uns bitte so früh wie möglich darüber. Nur so können wir die Wartezeiten für alle Patienten so gering wie möglich halten. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir im Falle einer unangemeldeten Verspätung über 15 Minuten ggf. einen neuen Behandlungstermin ausmachen müssen.

· Termine in Vollnarkose bestätigen Sie bitte am Freitag vorher bis 12 Uhr. Sollten Sie am Wochenende plötzlich erkranken, so teilen Sie das bitte unserem Narkosearzt Dr. Krüger unter der auf dem Narkose-Bogen angegeben Rufnummer mit.
 

5. Dinge, die Sie nach einer Operation im Mund-, Kiefer- und Gesichtsbereich wissen sollten

Blutung: Bei einer Nachblutung beißen Sie eine Stunde lang fest auf ein sauberes gerolltes Stofftaschentuch oder einen Tupfer (z.B. aus dem Verbandskasten). Bitte während dieser Zeit nicht auswechseln. Halten Sie den Kopf aufrecht und kühlen Sie Ihre Wange von außen. Wenn die Blutung weiterhin besteht, rufen Sie Ihren Behandler an.

Schwellung: Sie können eine mögliche Schwellung durch äußeres Auflegen einer Kühlgelpackung aus Ihrem Kühlschrank auf den operierten Bereich reduzieren. Am wirksamsten ist ein Auflegen mit Unterbrechung (z.B.: Packung 20 Minuten auflegen und dann für 20 Minuten entfernen). Halten Sie tagsüber den Kopf aufrecht. Sitzen ist besser als flach Liegen. Lagern Sie auch nachts Ihren Kopf höher als den restlichen Körper. Schlafen Sie nach Möglichkeit nicht auf der operierten Seite des Gesichts.

Medikamente: Wenn Ihnen Ihr Behandler Schmerzmittel und/oder Antibiotika verschrieben hat, halten Sie sich bitte an die angegebene Dosierung. Bitte nehmen Sie keine Schmerzmittel ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein, die eine blutverdünnende Wirkung haben, wie z.B.: Aspirin oder Dolomo (Wirkstoff: Acetylsalicylsäure)!

Wann sollten Sie Ihren Behandler anrufen?
- Wenn Sie mehrere Tage nach der Operation immer noch anhaltende Beschwerden, eine deutliche Schwellung, pochende Schmerzen oder Fieber haben.
- Wenn eine erneute Blutung auftritt.
Wichtig: Halten Sie sich bitte in Bezug auf Nachkontrolltermine an die Anweisung Ihres Behandlers.

Weitere Verhaltensregeln

Auto fahren: Nach einer Operation ist Ihre Fahrtüchtigkeit aufgrund des Eingriffs selbst, der erhaltenen Betäubung oder der Schmerzmittel zumindest mehrere Stunden beeinträchtigt. Bei Operationen in Narkose (oder Sedierung) dürfen Sie an diesem Tag bzw. 24 Stunden danach generell nicht aktiv am Straßenverkehr teilnehmen, bitte organisieren Sie sich unbedingt eine Begleitperson für den Rückweg oder fahren Sie auf eigene Kosten mit dem Taxi. Außerdem sind Sie an diesem Tag nicht mehr geschäftstüchtig. Bitte fragen Sie Ihren Behandler, ob und wie Sie möglicherweise davon betroffen sind.

Essen und Trinken: Trinken ist schon bald nach der Operation möglich. Vermeiden Sie heiße Getränke. Essen Sie bitte erst, wenn die örtliche Betäubung ganz nachgelassen hat, damit Sie sich nicht auf die Zunge oder Wange beißen. Wir empfehlen Ihnen weiche, breiige Kost (z.B.: Kartoffelpüree, Nudeln, Suppen, Eintöpfe, etc.); bitte auf krümelige und krosse Nahrung (z.B.: Knäckebrot, Müsli, Nüsse, Chips, etc.) für ein paar Tage verzichten.


Reizstoffe: Reizstoffe können Komplikationen (Wundheilungsstörungen und Entzündungen) verursachen. Deshalb ist es ratsam, Alkohol und Kaffee in den ersten drei Tagen nach dem Eingriff zu meiden und in der Woche nach dem Eingriff keinesfalls zu rauchen.

Sport: Vermeiden Sie anstrengende sportliche Aktivitäten in den ersten fünf Tagen nach der Operation. Spaziergänge an der frischen Luft sind möglich und empfehlenswert. Vermeiden Sie bitte intensive Sonneneinstrahlung und Hitze.

Zahnpflege: Bitte putzen Sie in den ersten beiden Tagen nach der Operation die Zähne (im Wundbereich) ohne Zahnpasta, danach können Sie wieder ganz normal mit Zahnpasta putzen. In den ersten 8 Stunden nach dem Eingriff den Mund nicht spülen, da dies Nachblutungen verursachen kann. Sollten Sie eine Mundspülung verordnet oder empfohlen bekommen haben, beginnen Sie bitte erst einen Tag nach dem Eingriff.

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Verhaltensregeln nach der Behandlung

Ihr Praxisteam wünscht Ihnen eine schnelle und komplikationslose Genesung!